Ummeldung in eine GbR

Die Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GbR oder umgekehrt ist in vielen Fällen nur zum Jahresende empfehlenswert, da sonst aufgrund der Gesellschaftsänderung im Ummeldejahr zwei Jahresabschlüsse anfallen. Das verursacht zusätzliche Kosten, die Sie vermeiden können.

 

Allerdings gibt es durchaus Konstellationen, bei welchen eine GbR-Gründung auch mitten im Jahr Sinn machen kann, z. B. weil dadurch Zuverdienstgrenzen eingehalten werden können oder weil der hinzukommende Partner so hohe Betriebsausgaben „mitbringt“, dass der daraus resultierende Steuervorteil die höheren Kosten überwiegt. Gerade bei dieser Entscheidung hat sich klar herauskristallisiert, dass eine professionelle Beratung geradezu unabdingbar ist, um die für Sie optimale Lösung auszuloten.

 

Ummeldung wegen Umzug

Im Fall eines privaten Umzugs verlegen Sie nicht nur Ihren Wohnsitz, sondern meist auch Ihren Firmensitz. Dann ist eine Ummeldung Ihres Gewerbes am neuen Wohnsitz / Firmensitz notwendig. Die meisten Gemeinden verlangen dann eine Abmeldung des Gewerbes am alten Wohnort und eine erneute Gewerbeanmeldung am Neuen.

 

Die Betriebsaufgabe

Für eine Betriebsaufgabe genügt es nicht, Ihre Geschäftstätigkeit von heute auf morgen einfach einzustellen. Wenn Sie die Voraussetzungen einer gewerblichen Tätigkeit weiter erfüllen, dürfen Sie die Betriebsaufgabe nicht erklären. Solange Sie also weiterhin gewerbliche Einkünfte durch z. B. Provisionen oder durch Warenverkäufe erhalten, ist eine Betriebsaufgabe nicht möglich.

 

Falls aber keine weiteren gewerblichen Aktivitäten stattfinden, müssen Sie die Betriebsaufgabe durch eine entsprechende Gewerbeabmeldung Ihres Unternehmens bei Ihrer Gemeinde anzeigen. Beim Finanzamt müssen Sie dann eine Aufgabebilanz einreichen.

 

Sie können alternativ Ihr Gewerbe auch als „ruhend“ beim Finanzamt melden und müssen dann, wenn Sie später doch wieder eine Unternehmertätigkeit betreiben wollen, kein Neues anmelden, sondern sie „reaktivieren“ einfach nur das Ruhende.

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